Stell dir vor, KI & Robotik übernehmen ab morgen alle Arbeit, die es gibt.
Auch deine.
Was löst diese Vorstellung in dir aus?
Würdest du dich verloren fühlen?
Oder wüsstest du, was du mit der neu gewonnenen Freiheit anstellen würdest?
Die Antwort zeigt dir, ob du aktuell extrinsisch oder intrinsisch motiviert bist.
Paradies oder Bedeutungslosigkeit?
Zunehmend leistungsfähige KI wird mehr und mehr der digitalen Wissensarbeit übernehmen.
Und dann über die Integration mit humanoider Robotik auch noch alle physische Arbeit.
Langfristig führt an der Übernahme eines Großteils der ökonomisch wertvollen Arbeit durch KI & Robotik kein Weg vorbei.
Für viele Menschen ist ihre Arbeit ihre Hauptantriebskraft, die sie morgens aus dem Bett treibt. Für viele Unternehmer und Selbstständige ist es sogar ein Großteil ihres Selbstbildes.
Was passiert also, wenn all das wegfällt?
Intrinsische und extrinsische Motivation
Es gibt zwei Arten von Motivation.
Die eine ist intrinsisch. Sie kommt aus dir selbst. Du tust Dinge, weil es dir Freude macht, sie zu tun. Nicht, weil du dafür belohnt wirst.
Die andere ist extrinsisch. Du tust etwas für eine Belohnung von außen. Für Geld. Für Anerkennung. Für gute Noten. Für die Karriere.
Die meisten Menschen gehen ihrer Arbeit primär extrinsisch motiviert nach. Aber wenn diese Art der Motivation entfällt, entsteht erstmal Leere. Orientierungslosigkeit.
Sie sind konfrontiert mit der Frage "was will ich eigentlich mit meiner Zeit anfangen? Welchen Beitrag will ich leisten?"
Doch die zu beantworten ist gar nicht so einfach.
Intrinsische Motivation wird uns abtrainiert
Im Schulsystem hat kaum ein Kind die Freiheit, dem zu folgen, was es wirklich interessiert.
Stattdessen lernt es, um Noten zu bekommen. Später, um einen Abschluss zu bekommen. Dann, um einen Job und ein Einkommen zu bekommen.
Über Jahre trainieren wir uns weg von "Ich tue das, weil es mich erfüllt" hin zu "Ich tue das, weil es belohnt wird".
Wir verlieren den Kontakt zu unserer intrinsischen Motivation.
Bei den meisten Erwachsenen läuft irgendwann fast das gesamte Handeln über externe Belohnung. Der Lohn am Monatsende ist der Treibstoff, der alle produktive Handlung motiviert.
Und genau hier wird das Ende der Notwendigkeit der Arbeit zur Zerreißprobe.
Warum ich trotzdem optimistisch bin
Es wird eine Übergangszeit brauchen. Ein paar Jahre, vielleicht ein, zwei Generationen.
Eine Zeit, in der viele Menschen erst neu lernen müssen, was sie eigentlich wollen, wenn niemand mehr sagt, was sie tun sollen.
Aber danach passiert etwas Schönes.
Zum ersten Mal haben Menschen die Freiheit, primär ihrer intrinsischen Motivation zu folgen.
Kunst, Sport, Forschung, Fürsorge, Handwerk, echte Beziehungen.
Einfach, weil es der Natur des Menschen entspricht.
Jeder Mensch kommt in diese Welt mit angeborener Neugier und Talenten.
In dieser kommenden Zeit wird endlich jeder Mensch die Chance haben, ihnen zu folgen.
Was du jetzt tun kannst
Du musst nicht auf das Ende der Arbeit warten, um anzufangen.
Die Menschen, die diese Übergangszeit am leichtesten durchlaufen werden, sind die, die schon heute anfangen, den Kontakt zu ihrer intrinsischen Motivation wiederzufinden.
Die KI nicht nur nutzen, um noch mehr rauszupressen, sondern um sich Raum zurückzuholen. Raum, um wieder zu spüren, was sie eigentlich antreibt.
KI soll dir die Arbeit abnehmen, die dich nie erfüllt hat, damit du den Raum gewinnst, wieder Mensch zu sein. Und damit kannst du heute anfangen.
Also, meine Frage an dich:
Wenn morgen niemand mehr von dir verlangen würde zu arbeiten, was würdest du tun?
Dein Garrit
