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Newsletter Nr. 28 · 9. Oktober 2026 · 4 Min. Lesezeit

Warum der KI-Fortschritt bei dir nicht ankommt

Garrit Wilson
Garrit WilsonGründer der KI-Pionier Akademie, Psychologe und Data Scientist
Kurz gesagt

Der größte KI-Fortschritt findet laut Garrit bei den KI-Agenten der dritten Welle statt.

Garrit beschreibt drei Gruppen von Nutzern, die sich stark in ihrer KI-Kompetenz unterscheiden.

Garrit erklärt das Modell der zehn Stufen der KI-Kompetenz, das auf den drei Wellen der KI-Revolution basiert.

Du hörst jeden Tag von sich ständig verbessernder KI - und wunderst dich, warum sich deine Ergebnisse nicht wirklich verbessern?

Keine Sorge, du bist nicht allein.

Viele neue Mitglieder der KI-Pionier Community fragen uns:
Warum werden meine Ergebnisse nicht besser, obwohl alle sagen, wie gut die KI geworden ist?

Es gibt einen simplen Grund, warum deine Resultate mit KI stagnieren, und in diesem Newsletter werde ich ihn dir erklären.

Die Schere

Dir wurde versprochen, dass KI alles verändert. In jedem YouTube-Video, Instagram- oder LinkedIn-Post und Blogartikel wird dir vorgeschwärmt, was mittlerweile mit KI alles möglich ist.

Und du stehst da und fragst dich - ja, wo sind denn diese ganzen Vorteile nun?

Ja, diese exponentiellen Effekte von KI auf dein Arbeitsleben existieren wirklich.
Aber nur in einer Nische der KI, von der die meisten dir nicht erzählen.

Das Resultat ist, dass du KI noch auf einem veralteten Stand nutzt.
Und sich dadurch die wirkliche Transformation deiner ganzen Arbeit nie wirklich einstellen kann.

Die Realität ist die: Bis du die dritte Welle der KI-Revolution gemeistert hast, bleibt KI ein hübsches Produktivitäts-Tool für dich.

Hier und da ganz nützlich, aber nicht weltbewegend.

Die Drei-Klassen-Gesellschaft

Die Schere zwischen denen, die KI wirklich meistern und dadurch gefühlt mit einem Rennwagen durch die digitale Landschaft rasen, und denen, die mit KI voranschleichen, wird unaufhaltsam größer.

Aktuell gibt es drei Gruppen.

Die erste Gruppe nutzt keine KI. Bei ihr bewegt sich nichts.

Die zweite Gruppe nutzt KI, bleibt aber bei den Chatbots stecken. Sie ist frustriert: Sie hört die ganzen Versprechen, aber für sie ist KI immer noch nur ein kleines Produktivitätstool von vielen, das höchstens hier und da ein paar Minuten spart oder ein lustiges Bild erstellt.

Die dritte Gruppe arbeitet mit KI-Agenten. Sie stellt ihre Art und Weise zu arbeiten komplett auf den Kopf und erzielt massive Vorsprünge in Effektivität, Produktivität und Profitabilität.
Das, was uns immer versprochen wurde, ist für diese Gruppe Realität. Der Fortschritt, von dem alle reden, kommt nur bei ihr an.

Konkret: Die großen Fortschritte passieren in der dritten Welle der KI-Revolution, bei den KI-Agenten (Coding-Agenten). Also bei KI, die selbstständig Dateien liest, Werkzeuge und Computer bedient und eigenständig ganze Prozesse abarbeitet. Die meisten nutzen aber immer noch die Art der KI von vor zwei Jahren (Chatbots / Sprachmodelle). Frage rein, Antwort raus. Wer KI so nutzt, bekommt vom echten Fortschritt wenig mit.

Es ist, als hättest du einen Rennwagen und würdest ihn nur im ersten Gang fahren. Der Motor wird mit jedem Update stärker. Du merkst es kaum, weil du nie hochschaltest.

Die gute Nachricht: Hochschalten ist kein Hexenwerk.
Es ist Handwerk. Und du kannst es lernen.

Die 10 Stufen der KI-Kompetenz

In der KI-Pionier Akademie habe ich mittlerweile hunderte Menschen dabei begleitet, KI in der Tiefe zu meistern. Mein Anspruch ist es, dass sie am Ende die fortschrittlichste Version der Technologie sattelfest beherrschen und in ihren Arbeitsalltag integriert haben, auch wenn sie vorher keinerlei technische Vorerfahrung hatten.

Aus dieser Arbeit ist ein Modell entstanden, das ich im September zum ersten Mal mit der Community geteilt habe:

die zehn Stufen der KI-Kompetenz, verteilt auf die drei Wellen der KI-Revolution.

Kurze Wiederholung:

Die erste Welle der KI-Revolution waren die Chatbots (2022-23). Sie beantworten Fragen. Die zweite Welle sind die Assistenten (2024-25). Sie sind optimiert auf systematischere Nutzung und Anwendungsfälle, können aber nach wie vor nur Dinge erstellen, nicht eigenständig ausführen. Die dritte Welle sind die KI-Agenten oder Coding-Agenten. Sie haben den höchsten Grad an Intelligenz und können komplett autonom ganze Prozesse abarbeiten - wenn man sie richtig (und sicher) steuert.

Auf dieser Basis habe ich die zehn Stufen der KI-Kompetenz entwickelt, abhängig davon, welche dieser Wellen eine Person sich bereits kompetent erschlossen hat.
Die Grafik zeigt das ganze Modell.

Jede neue Modellgeneration hebt alle Stufen an. Aber nicht gleich stark. Auf Stufe 2 bekommst du eine etwas bessere Antwort. Auf Stufe 7 bekommst du einen Agenten, der Aufgaben übernimmt, die vor einem Jahr noch nicht gingen.

Die Schere geht also nicht nur zwischen dir und der Technik auf. Sie geht auch zwischen Menschen auf: zwischen denen, die hochschalten, und denen, die im ersten Gang bleiben. Und sie wird mit jedem Update breiter.

Meine Beobachtung: Die meisten stehen auf Stufe 2 oder 3.
Für sie ist der nächste Schritt nicht gleich der Agent. Es ist der Sprung auf Stufe 4: weg vom einzelnen Prompt, hin zur systematischen Nutzung.

KI wird sich weiterhin unaufhaltsam verbessern, dazulernen und noch bessere Ergebnisse erzielen. Die Frage ist, ob du es auch tust.

Dein Garrit

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