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Newsletter Nr. 24 · 7. September 2026 · 7 Min. Lesezeit

10 Stunden Claude Code, und am Ende nichts, das funktioniert

Garrit Wilson
Garrit WilsonGründer der KI-Pionier Akademie, Psychologe und Data Scientist
Kurz gesagt

Ein ganzheitliches KI-Betriebssystem verändert die Arbeit grundlegend, während einzelne Tools nur lineare Verbesserungen bringen.

Garrit erklärt, dass Basteln mit einzelnen Tools eine Form von Prokrastination sein kann, wenn sich die Arbeitsweise dadurch nicht dauerhaft ändert.

Er ordnet die letzten zwanzig Prozent Meisterschaft dem Konzept Deliberate Practice zu und betont die Bedeutung von Feedback durch einen Coach.

99,6% der KI-Nutzer arbeiten mit KI-Tools, die mittlerweile komplett überholt sind, was ihre Fähigkeiten angeht.

Viele von euch, die diesen Newsletter lesen, gehören nicht dazu. Ihr arbeitet mit Coding-Agenten, also mit der mit Abstand mächtigsten Variante dieser Technologie.

Und trotzdem hören wir immer wieder denselben Satz:

"Ich arbeite schon mit Claude Code, aber ich habe das Gefühl, trotzdem nur 80 Prozent der Möglichkeiten zu nutzen. Irgendetwas fehlt mir."

In diesem Newsletter zeige ich dir, was dieses Etwas ist.

Sophie führt gerade viele Gespräche mit unserer Community, und dabei hört sie immer wieder solche Sätze:

Wenn das auf dich zutrifft, lies jetzt auf jeden Fall weiter.

Der Maßstab, an dem sich alles entscheidet

Wenn du wissen willst, ob du KI wirklich gemeistert hast, zählt nur eine einzige Frage:

Hat sich dein Arbeitsalltag maßgeblich verändert?

Ich meine nicht, dass du ein paar Tools gebastelt hast.
Auch nicht, dass du ein paar Claude Projects hast, oder weitere 5 KI subscriptions.

Die Frage lautet, arbeitest du heute grundlegend anders als vor sechs Monaten?

Wenn nicht, bist du noch nicht am Ziel angekommen.

Nimm Aileen als Beispiel:
Wenn du noch nicht dasselbe Erlebnis hattest, dann ist KI bei dir bisher eher eine Spielerei.

Das ist nichts schlechtes, und es ist auch nicht deine Schuld.
Ich war auch da.

Als ich die Agenten gefunden habe, habe ich mich 48h zuhause eingeschlossen. An dem Wochenende insgesamt vielleicht 4h geschlafen. Ich habe unglaublich viele Lösungen gebaut. Tools, Apps, Automationen. Ich dachte, ich hätte einen Durchbruch erlebt.

Die Realität?

Als ich nach dem Wochenende (und nachgeholtem Schlaf) in die Arbeitswoche gestartet bin, war alles beim alten. Klar - das waren coole Demos.
Aber es hatte sich substanziell nichts verändert.

Und das ist der einzige Maßstab, der zählt.

Was habe ich also getan? Über die nächsten Wochen habe ich ein ganzheitliches System entwickelt. Es hat ewig gedauert und war harte Arbeit. Damals gab es noch niemanden, der so gearbeitet hat. Niemanden der mir hätte sagen können, wie man so ein System aufbaut.

Aber ich bin dran geblieben und habe es irgendwann geschafft.
Und das Ergebnis hat sich gelohnt:

Erst dadurch hat sich in meiner Arbeit alles verändert.

Solange so etwas bei dir nicht passiert, hast du noch kein ganzheitliches System. Du hast Tools.

Woran das liegt

Das Hauptsymptom ist immer dasselbe: ein Haufen zusammenhangloser Insellösungen.

Fünfzig Projekte auf dem Desktop, und keines spricht mit dem anderen.

Das entspringt einer falschen Wahrnehmung von KI.

Die meisten Menschen denken, KI ist ein Produktivitätstool.

Ein Werkzeug, mit dem ich einzelne Arbeitsschritte schneller mache.
Die stille Annahme dahinter, die kaum jemand ausspricht: Der Großteil meiner Arbeit bleibt so, wie er ist. Ich mache nur ein paar Dinge anders.

Genau diese Annahme ist ein fataler Fehler.

Der Computer hat auch nicht einfach Papierprozesse eins zu eins abgebildet.

Er hat komplett neue Arten von Arbeit und ganze Geschäftsmodelle hervorgebracht, die es vorher nicht geben konnte. Mit KI wird es dasselbe sein.

Die Realisierung, die du zutiefst verinnerlichen musst:

KI ist eine Allzwecktechnologie. Die bisher mächtigste der Menschheitsgeschichte.

Und sie wird nachhaltig alles - absolut alles - verändern.

Wenn du es so betrachtest, kommt es dir dann nicht komisch vor, dass die meisten Menschen meinen KI solle im Optimalfall ein paar Minuten hier und da sparen?

Die Konsequenz daraus ist, deine Arbeit ganzheitlich neu zu denken.
Mit den agentischen Fähigkeiten im Zentrum statt am Rand.

Alles, was dich nicht in ein neues Paradigma der digitalen Arbeit führt, ist Spielerei oder Ablenkung.

Warum das rechnerisch einen so großen Unterschied macht

Stell dir vor, du hast fünf einzelne Tools gebaut oder lizenziert.
Jedes macht einen Ablauf ungefähr zehn Prozent effizienter.

Dann bist du in fünf Abläufen zehn Prozent besser.
Das wars.

Das ist lineares Wachstum, und es fühlt sich nach viel Arbeit für wenig Wirkung an, weil es das auch ist.

Ein ganzheitliches System, das die Basis deiner Arbeit bildet (ein "Betriebssystem") verhält sich anders.

Dort wird alles andere ein Stück besser, sobald eine Sache besser wird.

Der Kontext, den dein System über dich hat, zahlt auf jede einzelne Aufgabe ein. Das skaliert nicht linear, sondern exponentiell.

Das ist der Unterschied zwischen "ich spare hier und da Zeit" und "meine Arbeit fühlt sich grundlegend anders an".

Der unbequeme Teil

Basteln kann eine Form von Prokrastination sein.

Es fühlt sich produktiv an.
Du entwickelst eine App, du baust ein Tool, du probierst ein neues Modell aus.
Der Bildschirm ist voll, der Tag war lang, es gibt Dopamin.

Aber wenn sich deine Arbeitsweise dadurch nicht nachhaltig ändert, hast du dich beschäftigt, bist aber nicht substanziell vorangekommen.

Wenn du dich in tausend Richtungen jeweils einen Millimeter bewegst, bist du am Ende nirgendwo angekommen.

Der Anschein von Produktivität durch Geschäftigkeit.
Leeres Dopamin.

Was du stattdessen tun solltest

Der Ausweg ist simpel aber nicht einfach:

Entscheide dich für ein Ziel, und lass alles sein, was nicht darauf einzahlt.

Nicht "KI lernen". Ein konkretes Ziel:

Alles, was du ab jetzt mit KI machst, muss auf dieses eine Ziel einzahlen.
Alles andere lässt du weg.

Fokus heißt Nein sagen, auch zu den Dingen, die Spaß machen.
Und ja, dazu gehört auch, irgendwann aufzuhören, jedes neue YouTube-Video anzuschauen, das behauptet, alles zu verändern.

Was du erkennen wirst - es gibt eine einzige Architektur, die der effektivste Weg zu jedem dieser oben genannten Ziele ist. Eine Struktur, die die mächtigste Variante von KI - die coding Agenten - ganzheitlich, langfristig, nachhaltig und effektiv nutzbar macht.

Ein KI-Betriebssystem

Hier ist das Schöne daran: das KI-Betriebssystem hilft dir nativ, dich zu fokussieren, und von shiny objects fernzuhalten.

Genau das hat Karin bei uns in der Community geteilt:

"Für die letzten Monate hatte ich - dank meinem KI-Betriebssystem - einen durchdachten Fahrplan an Quartals - Monats- und Wochenzielen. Durch die ständige Fokussierung nach dem /start jeden Tag gelang es mir diesmal mein Business mit der notwendigen Geduld auf Basis des KI-Betriebssystem aufzubauen. Positionierung, Zielgruppe, Sichtbarkeit und jetzt Sales waren die großen Themen der einzelnen Monate."

Genau so geht es auch mir, und jedem anderen KIPA Mitglied.

Warum die letzten 20 Prozent so schwer sind

Jetzt zu dem Teil, der mich als Psychologen am meisten interessiert.

Es gibt in der Forschung ein gut untersuchtes Konzept dazu, wie Menschen in irgendetwas wirklich herausragend werden - egal ob im Sport, in der Musik oder in der Wissenschaft.

Es heißt Deliberate Practice und geht auf den schwedischen Psychologen Anders Ericsson zurück.

Der Kern: Es reicht nicht, viel zu üben. Es braucht ein glasklares Zielbild und die ständige Rückkopplung, wie weit du davon abweichst.

Man kann Können sogar so definieren: der Prozess, Abweichungen vom Idealzustand immer weiter zu verkleinern. Ein Stück von Mozart perfekt zu spielen heißt nichts anderes, als die Abweichung zwischen dem, was du spielst, und dem, was dastehen sollte, systematisch gegen null zu bringen. Im Sport ist es dasselbe, dort geht es um Gradabweichungen in einer Bewegung.

Und jetzt die Stelle, an der es für dich konkret wird.

Was haben Olympiasieger und herausragende Musiker alle?

Einen Trainer.

Jemanden, der den Zielzustand kennt, über die Schulter schaut und sagt: Das hier ist nicht effektiv, mach es anders.

Wenn du bei 80 Prozent feststeckst, fehlt dir meistens nicht mehr Wissen. Es fehlt jemand, der weiß, wie das Ziel aussieht.

Ohne das bleibt dir nur weiteres Herumprobieren. Und im KI-Bereich gibt es unendlich viele Wege. Wenn du wild in alle Richtungen experimentierst und hoffst, dass eine davon zur Lösung führt, kann es passieren, dass du nie dort ankommst.

Ich habe für alles, worin ich je gut werden wollte, einen Coach gehabt. Für den Kickboxsport, fürs Business, für meine spirituelle Praxis. Ich zahle dafür viel Geld, weil es der schnellste und direkteste Weg ist.

Wenn du KI wirklich meistern willst - ich würde mich freuen, mein Wissen und Erfahrung mit dir zu teilen.

Genau dafür gibt es die KI-Pionier Akademie

In der Akademie ist das der Kern der Arbeit. Wir bauen mit dir dein KI-Betriebssystem, zugeschnitten auf dein Unternehmen und dein Ziel, mit deinem Wissen darin. Und du hast dabei Leute an der Seite, die den Zielzustand kennen und dir sagen, wenn du gerade in eine Sackgasse läufst.

Genau das ist der Unterschied zwischen den 80 Prozent und dem, was danach kommt.

Dein Garrit

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